thumb_einheitsspringen_barfuss.jpgVon Henner Mallwitz (PNN): Heiko Hüller hatte gestern noch seine Arbeit. Die Schanze im Stadtkanal musste nach dem 4. Potsdamer Kanalsprint abgebaut und zum Vereinsgelände gebracht werden, doch das machte der Chef des Wasserskiclubs Caputh Preussen mit einem lächelnden Gesicht. „Das war der beste Auftritt, den wir seit der ersten Auflage des Kanalsprints hatten“, sagte Hüller. „In den Pausen zwischen den Rennen der Kanuten konnten wir dem Publikum jeweils sechs bis sieben Nummern zeigen. Und das vor allem in verschiedenen Disziplinen. Das war eine schöne Werbung für unseren Sport.“

 

 

Die Zuschauer an der Kanalmauer sahen dies nicht anders: Allein auf der Schanze gab es spektakuläre Sprünge zu sehen. Constantin Bothe, der aktuelle Deutsche Junioren-Meister, lieferte sich da ein Stelldichein mit dem Deutschen Meister im Figurenlaufen, Andreas Leonhard – beide flogen bis zu 30 Meter über den historischen Kanal. Christian Müller, der Deutsche Meister mit der Mannschaft, verletzte sich bei einem Sprung leicht: „Auch das kommt im Wasserskisport mal vor“, sagte Hüller.

Aber die Caputher Sportler hatten auch eine Neuigkeit parat: Erstmals konnten die Zuschauer Vorführungen auf dem Wakeskate bestaunen, bei denen auf einem Brett ohne Bindung über die Schanze gefahren wurde. Oliver Waid machte das professionell, obwohl Hüller wie auch in den Vorjahren so seine Bedenken hatte. „Wenn du von einem Boot gezogen wirst, ist das bedeutend sicherer als von einem Jetski“, so der mehrfache Weltmeister. „Aber auf dem Stadtkanal geht das eben nicht anders, und wir waren schließlich ja auch sehr gut auf den Kanalsprint vorbereitet.“ Obendrein gab auch der Deutsche Meister im Barfußfahren, Christian Kurz, seinen Einstand in Potsdam.

Für die Wasserskisportler des WSC Caputh ist die Saison erst angelaufen, aber sie hält noch jede Menge Höhepunkte bereit. Einerseits lädt der Verein am 2. August traditionsgemäß zu seiner großen Show ins Caputher Gmünd. Etwas ungünstig, dass am gleichen Tag in Hannoversch Münden die Deutschen Junioren- Meisterschaften ausgetragen werden. Für die Caputher gehen dort Constantin und Sebastian Bothe, Ferdinand Becker und Magnus Albrecht an den Start – der fünfte Teilnehmer steht noch nicht fest. Obendrein wird Andreas Leonhard allem Anschein nach an den ebenfalls im August stattfindenden Europameisterschaften teilnehmen. Und Heiko Hüller wird gemeinsam mit seiner Ehefrau Gabriele als Titelverteidiger bei den Senioren-Weltmeisterschaften in Spanien antreten.

Der Auftritt beim Kanalsprint sollte auch diesmal einerseits Werbung für den Wasserskisport sein, andererseits den interessierten Nachwuchs begeistern. In Horstfelde bei Zossen gründete der Verein inzwischen einen Leistungsstützpunkt, und zu dem sollen Leute in allen Disziplinen delegiert werden. „Wir sind schließlich der einzige Club in Deutschland, der bei Meisterschaften in allen Disziplinen an den Start geht“, sagt Hüller, der nun ein Netzwerk aufbauen will. Der Landesstützpunkt mit dem Schwerpunkt Spitzensport hat nach wie vor seinen Sitz in Caputh – der Breitensport soll über die Seilbahn in Horstfelde und die Wasserskischule in Templin ausgebaut werden. „Zu unserer Seilbahn kommen an den Wochenenden rund 200 Leute“, sagt Hüller. „Da können wir aus dem Vollen schöpfen.“

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